Dr. Saal Dr. Hellwig Dr. Schmitz
Dermatologie Allergologie Lasertherapie Akupunktur

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Praxisphilosophie

Wir sind Ärzte – und als solche dem Wohl unserer Patienten verpflichtet. Dies muss immer der Grundsatz unseres Handelns sein.

Wir sind ein serviceorientiertes Dienstleistungsunternehmen mit dem Anspruch wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen.

Wir sind als Vertragsärzte der gesetzlichen Krankenkassen eingebunden in ein dirigistisches System, in dem der kranke Mensch immer mehr zu einer statistischen Größe reduziert wird.

Dies alles ist Teil unserer Wirklichkeit.
In diesem Spannungsfeld eine ärztliche Praxis zu führen ist ausgesprochen schwierig – und reizvoll. Es sind die Begegnungen mit den Menschen, mit unseren Patienten – und unseren Mitarbeitern, die uns unsere Arbeit gerne machen lassen. Jede Begegnung, getragen von Achtung und Respekt, ist eine Bereicherung. Jeder Patient, der unsere Praxis aufsucht und uns damit sein Vertrauen schenkt, ist für uns eine Freude und Bestätigung, aber auch eine Verpflichtung. Die Beziehung zwischen Arzt und Patient ist etwas ganz Besonderes:

Die Rolle als Patient ist nicht zeitgemäß. Der moderne Mensch ist selbstbestimmt und selbstverwirklicht. Er fragt in einem Dienstleistungsunternehmen eine Leistung nach, die bei entsprechenden finanziellen Ressourcen, beliebig verfügbar ist. Gesundheit als Konsumware. Eine zeitgeistliche Illusion. Jenseits aller kulturellen Errungenschaften ist die Basis der menschlichen Existenz biologisch. Unser aller Wohl und Wehe ist abhängig von naturgesetzlichen Abläufen, die maßgeblich vom Zufall – oder einem höheren Wesen - bestimmt werden. Dies sollten wir in gelassener Demut anerkennen. Die Möglichkeiten der modernen Medizin sind faszinierend, aber immer noch sehr begrenzt. Der rasante wissenschaftliche Fortschritt birgt auch Risiken – nicht nur in der Medizin – und der alte hippokratische Grundsatz: nil nocere! - vor allem nicht zu schaden – sollte auch heute noch die Maxime ärztlichen Handelns sein.

Die Beziehung zwischen Arzt und Patient ist asymmetrisch und demgemäß folgt die Kommunikation einem ungewohnten Muster. Der Patient und seine Krankheit stehen im Mittelpunkt. Arzt und Patient suchen gemeinsam nach Lösungen (therapeutisches Bündnis). Nicht selten übernimmt der Arzt Entscheidungen für den Patienten – nach bestem Wissen und zu dessen Wohl. Aber der Patient bleibt autonom – das letzte Wort hat er.

Wir verstehen uns als Ärzte in diesem traditionellen Sinne – wir übernehmen Verantwortung, das erfordert Ihr Vertrauen!

Eine ganzheitliche Sicht der Dinge, die ebenso naturwissenschaftlich-schulmedizinisch wie auch psychosomatisch begründet ist, bildet die Basis unserer ärztlichen Arbeit.
Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Eine kritische Selbstzufriedenheit mit sich und der Welt kann aus subjektiver Sicht als ein wesentliches Lebensziel bezeichnet werden. Hierzu gehört auch die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper. Es ist eine der frühesten kulturellen Errungenschaften des Menschen, den eigenen Körper zu gestalten und auszuschmücken. Die Haut ist nicht nur Schutzorgan zur Abgrenzung gegenüber einer zumeist feindlichen Umwelt sondern auch Kommunikationsorgan zur Gestaltung eines positiven sozialen Umfeldes. Die Haut ist mehr als nur bloße Hülle. Ästhetische Dermatologie ist mehr als nur ein modischer Exzess für überdrehte Berühmtheiten. Es geht um einen fürsorglichen und lustvollen Umgang mit sich selbst – und seinem Körper. Es geht aber auch um die Grenze zwischen einem grundlegenden menschlichen Bestreben nach Schönheit und einem pathologischen Zwang zu ewiger Jugend. Es gilt das rechte Maß zu finden: dosis facit venenum - die Dosis macht das Gift.
Ein verantwortlicher Umgang mit den Wünschen und Ansprüchen unserer Patienten ist uns Pflicht. Auch hier bleiben wir Ärzte im traditionellen Sinne und ordnen wirtschaftliche Überlegungen den ärztlichen Motiven unter – auch hier wird der Patient nicht zum Kunden!

Es ist auch für uns eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit finanziellen Gewinn zu erzielen. Wichtig ist uns dabei Fairness und Transparenz. Eine Grundvoraussetzung für ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist, dass es keine Zweifel über die medizinische Notwendigkeit von medizinischen Maßnahmen gibt, dass das Handeln des Arztes nicht von Gewinnstreben motiviert ist. Auch hier sind wir Ärzte im traditionellen Sinne.

Die größte Herausforderung und Frustration unserer Tätigkeit als niedergelassene Ärzte ist die Einordnung in ein Gesundheitssystem, das den Patienten aus dem Blick verloren hat und nur noch aus kleinstmöglichen Kompromissen zwischen vordergründigen Partikularinteressen von politischen Parteien, Krankenkassen, Pharmaindustrie und Ärzteverbänden besteht. Hier gibt es keine Fairness, hier gibt es keine Transparenz. Wir sind per Gesetz an dieses System gebunden – und wir stellen uns schon seit langem die Frage ob wir uns durch unser Mitmachen nicht auch mit schuldig machen. Für all die Widrigkeiten, die wir unseren gesetzlich versicherten Patienten zumuten müssen, bitten wir daher um Entschuldigung. Wir versuchen das Beste daraus zu machen (nähere Informationen zu diesem Thema unter – „Privat oder Kasse“).
Wir sind gerne Ärzte - Philanthropie, wissenschaftliche Neugier und unternehmerischer Gestaltungswille lassen uns auch Morgen wieder mit Freude in unsere Praxis kommen –

und wir freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen.