Dr. Saal Dr. Hellwig Dr. Schmitz
Dermatologie Allergologie Lasertherapie Akupunktur

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Photodynamische Therapie

Wissenschaftlicher Hintergrund

Bei diesem Therapiekonzept macht man sich das Phänomen zunutze, dass lichtbeschädigte Zellen (bösartige Tumorzellen oder ihre Vorstufen) Aminolaevulinsäure (ALA) in erhöhtem Maße aufnehmen und auf einem besonderen Stoffwechselweg zu lichtsensibilisierenden Substanzen (Porphyrine) umwandeln. Erfolgt zum richtigen Zeitpunkt eine Bestrahlung dieser Hautzellen mit Licht einer bestimmten Wellenlänge (grünes oder rotes Licht), so werden die erkrankten Zellen zerstört, während die gesunden Zellen weitgehend unbeeinflusst bleiben. Hierdurch gelingt es, die bösartigen Tumorzellen gezielt und unter Schonung des gesunden Gewebes zu zerstören.

Durchführung der Behandlung

Photodynamische Therapie (PDT):
Am Tag der Behandlung wird die ALA-haltige Salbe auf die erkrankten Hautpartien aufgetragen und lichtdicht abgeklebt. Nach etwa 3 Stunden wird das Pflaster entfernt und die Hautbezirke werden für ca. 7-8 Minuten mit rotem Licht bestrahlt. Die Bestrahlungstherapie wird 1-2malig im Abstand von 4-6 Wochen durchgeführt. Je dicker die Hautläsion ist, desto häufiger kann die photodynamische Therapie notwendig sein. In Einzelfällen kann daher eine dritte Bestrahlung erforderlich werden.
Um die Wirksamkeit der PDT zu erhöhen ist es oft sinnvoll die Haut vorher mit einer harnstoffhaltigen Salbe für 1-2 Wochen zu behandeln.

Photodynamische Diagnostik (PDD):


Hiermit besteht die Möglichkeit einer sehr genauen Diagnostik. Mit Floureszenzlicht können mit dem bloßen Auge nicht sichtbare Hautkrebsvorstufen dargestellt werden.

Wirkung und Nebenwirkung

Die photodynamische Therapie ist eine moderne Therapie bestimmter oberflächlicher Hauttumoren. Entscheidende Vorteile der Methode sind nahezu narbenfreies Abheilen sowie die Möglichkeit großflächige Areale in einer Sitzung zu behandeln. Örtliche Betäubung und kosmetisch störende Narben werden hiermit vermieden.

Während des Bestrahlungsvorganges kann es zum Auftreten von leichten bis mittelstarken Schmerzen kommen, die normalerweise durch Kühlung gut erträglich sind. Häufig kommt es im Bereich der bestrahlten Hautbezirke zu einer zarten Krustenbildung, die auch von leichtem Nässen begleitet sein kann.

In seltenen Fällen können stärkere Schmerzen während des Bestrahlungsvorganges auftreten. Des weiteren kann es nach der Bestrahlung zu Rötungen und Schwellungen im behandelten Areal kommen. Entzündungen und stärkeres Nässen sowie Pigmentstörungen der behandelten Haut können ebenfalls in seltenen Fällen auftreten. Das Narbenbildungsrisiko ist äußerst gering.

Es sind keinerlei Nebenwirkungen zu erwarten, die den gesamten Organismus betreffen. Die Aminolävulinsäure wirkt ausschließlich an Ort und Stelle.

Da es sich um eine neue Behandlungsform handelt, ist diese noch nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Die Behandlung muss daher nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet werden. Eine Kostenübernahme muss im Einzelfall beantragt werden (lehnt die Krankenkasse dies ab, müssen Sie die Behandlung als individuelle Gesundheitsleistung (IGel) selbst bezahlen). Von den privaten Krankenkassen wird die Behandlung in aller Regel erstattet.

Typischer Verlauf einer Photodynamischen Therapie von aktinischen Präkanzerosen



Lichtschäden am Kopf vor Therapiebeginn

Photodynamische Diagnostik: Die Hautschäden sind deutlich sichtbar

Krustenbildung einige Tage nach der Behandlung

Das Ergebnis nach circa drei Wochen

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