Dr. Saal Dr. Hellwig Dr. Schmitz
Dermatologie Allergologie Lasertherapie Akupunktur

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Hyposensibilisierung

Bei dieser Behandlungsform, auch spezifische Immuntherapie genannt, wird das relevante Allergen in steigender Dosierung subkutan (d.h. ins Oberarm-Fettgewebe) gespritzt. Das Immunsystem gewöhnt sich an das Allergen und die krankhafte Fehlreaktion bleibt aus oder wird zumindest abgeschwächt. Die Erfolgsquote dieser Behandlung liegt bei mindestens 80-90%.

Damit keine schweren allergischen Zwischenfälle eintreten, wird die Behandlung ausschließlich durch den Arzt vorgenommen. Zur Beobachtung muß der Patient anschließend noch 30 Minuten in der Praxis verbleiben. Sollten in diesem Zeitraum klinische Anzeichen einer allergischen Reaktion auftreten wird ein Gegenmittel gespritzt (Antihistaminikum, Kortison, Adrenalin) was jedoch nur in ganz seltenen Fällen notwendig ist. Die Injektionen erfolgen in der anfänglichen Steigerungsphase möglichst wöchentlich, nach Erreichen der Höchstmenge in Abständen von 4-6 Wochen. Der Behandlungszeitraum beträgt ca. 3 Jahre. In aller Regel ist die Behandlung sehr gut verträglich und es tritt nur eine kleine Rötung und Schwellung am Applikationsort (ahnlich einem Mückenstich) auf.

Mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen der Behandlung

  • Juckreiz, lokale Rötung und Schwellung
  • generalisierte Urtikaria (Nesselsucht)
  • Kreislaufreaktionen bis hin zum Schock
  • Atembeschwerden
  • lokale Unverträglichkeit/Allergie

Kontraindikationen:

  • HIV-Infektion, AIDS
  • Autoimmunerkrankungen
  • Infekte, Tumorleiden, schwere Herz-Kreislauferkrankungen
  • Medikamente (ACE-Hemmer, Betablocker)
  • vorbekannte Schwangerschaft (nicht während der Therapie eingetreten)

In den letzten Jahren wurde eine Hyposensibilisierung mit Tropfen oder Tabletten entwickelt. Dies erspart dem Patienten zwar die etwas unangenehmere und aufwändigere Spritzenbehandlung, allerdings sind die Ergebnisse der herkömmlichen subcutanen Therapie noch deutlich besser.