Dr. Saal Dr. Hellwig Dr. Schmitz
Dermatologie Allergologie Lasertherapie Akupunktur

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Haarentfernung

Vorwort

Das Problem einer dauerhaften Entfernung von unerwünschtem Haarwuchs beschäftigt die Medizin seit vielen Jahren. Die bisher durchgeführten Therapien (mechanische-, chemische- oder elektrische Epilation) waren sehr aufwändig, schmerzhaft und zeigten nur kurzzeitige Erfolge. Durch die fortschreitende Entwicklung der Lasertechnologie ergeben sich nun neue therapeutische Möglichkeiten, die wesentlich dauerhafter sowie hautschonender und nebenwirkungsärmer sind.

Wirkungsweise des Alexandritlasers

Bei einem LASER (Light Amplification of stimulated Emission of Radiation) handelt es sich um eine Lichtquelle, die paralleles Licht einer bestimmten Wellenlänge aussendet (kohärentes Licht). Der Alexandritlaser arbeitet mit sichtbarem Licht der Wellenlänge von 755 nm. Dieses Licht wird fast ausschließlich von den dunklen Farbpigmenten (Melanin) aufgenommen und in Wärmeenergie umgewandelt. Die helle (pigmentarme) Haut wird von dem Laserlicht ohne schädigende Effekte durchstrahlt. Das dunkel pigmentierte Haar wird durch die Aufnahme der Laserenergie für den Bruchteil einer Sekunde (20ms) extrem heiß und zerstört die angrenzende Haarwurzel. Bei blonden oder grauen Haaren ist diese Wirkung wegen der fehlenden Absorption leider nicht möglich. Der Laerimpuls führt zu einem sehr kurzdauernden Schmerzreiz in der Haut, der aber in jedem Fall ohne Betäubung zu ertragen ist.

Aus der Wirkungsweise des Lasers ergeben sich für die Behandlung einige wichtige Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Die Haut sollte möglichst wenig gebräunt sein. Die dunkle Haut nimmt mehr Laserenergie auf, dies führt zu einer stärkeren Reizung der Haut.
  • Die Haare sollten einen Tag vor der Behandlung sorgfältig abrasiert werden, denn der auf der Haut befindliche Anteil des Haares nimmt ebenfalls Laserenergie auf.
  • Die zu entfernenden Haare dürfen keinesfalls vorher gezupft werden. Der Laser kann nur die vorhandenen Haare erreichen, die gezupften Haare kommen wieder!
  • Die zu behandelnde Hautfläche sollte am Tag der Behandlung nicht mit Make up versehen werden. Ansonsten kommt es auch hier durch die Aufnahme der Laserenergie zu Hautreizungen.
  • Sonnenbestrahlung (auch Solarium) sollte für ca. 14 Tage nach der Behandlung vermieden werden um der Entwicklung von dunklen Hautverfärbungen vorzubeugen.

Mögliche Nebenwirkungen der Laserbehandlung

In seltenen Fällen kann es, insbesondere nach zusätzlicher Sonneneinwirkung, zu einer Farbveränderung der Haut kommen (Hyper- oder Hypopigmentierungen), die sich in aller Regel nach kurzer Zeit wieder zurückbildet. Bei dunkel pigmentierter Haut oder bei Verwendung von sehr hohen Laserenergien kann gelegentlich eine Schädigung der gesunden Haut auftreten, die zu einer oberflächlichen Krustenbildung oder in ganz seltenen Fällen zu Bläschen auf der Haut führt. Ebenso selten ist eine kurzzeitige bakterielle Entzündung der Haarbälge (Follikulitis). Ein mechanisches Manipulieren an den Krusten ist zu unterlassen. Bei Patienten, die zu Herpesinfektionen (Lippenbläschen) neigen, kann ein Herpes im behandelten Areal ausgelöst werden. Sämtliche o.g. Komplikationen können durch eine kurzzeitige Salbenbehandlung zur Abheilung gebracht werden. Bis zum vollständigen Verschwinden dieser Hautreaktionen ist zur Vermeidung von länger dauernden dunklen Hautverfärbungen eine verstärkte Sonnenbestrahlung unbedingt zu meiden. Unmittelbar nach der Behandlung tritt eine Rötung der Haut auf (ähnlich wie bei einem Sonnenbrand), die nach wenigen Stunden wieder vollständig abklingt.

Durchführung der Behandlung

Die Laserbehandlung wird mit Einzelimpulsen im Sekundentakt durchgeführt. Es wird pro Impuls eine Fläche von 1,5 cm im Durchmesser erfasst. So ist die Behandlung der gesamten Oberlippenregion in weniger als einer Minute abgeschlossen. Größere Regionen erfordern dementsprechend mehr Zeit. Während der Laserbehandlung wird ein Luftstrom auf das Zielgebiet des Laserstrahls gerichtet um die Reizung der Haut zu minimieren und den Schmerzreiz abzuschwächen. Nach Abschluss der Behandlung sollte noch für ca. 15 Minuten eine Kühlung mit einem Cold-Pack erfolgen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass der störende Haarwuchs nach 5-10 Behandlungen in ca. 6-wöchigen Abständen beseitigt ist. Ein Teil der Haarwurzeln ist jedoch in der Lage sich zu regenerieren, so dass noch weitere Anwendungen in längeren (ca. 3-6-monatigen) Abständen erforderlich werden. Das endgültige Behandlungsschema wird nach vorheriger Untersuchung individuell auf jeden Patienten abgestimmt und im Verlauf der Behandlung angepasst. Für die Behandlung verwenden wir einen Apogee-Alexandrit Laser der neusten Generation der Firma Cynosure. Für weitere und detailliertere Informationen stehen wir Ihnen gerne zu einem persönlichen Beratungsgespräch zur Verfügung.

Weitere fundierte Informationen zum Thema Laser finden Sie auch unter:

www.ddl.de

www.Laserklinik.de